So, nun will ich hier nun auch mal meine Geschichte oder Biografie meines zukünftigen EQ 2 Charakters veröffentlichen. Wenn ich Zeit habe werde ich immer mal wieder etwas dazuschreiben.
Ich hoffe der Text ist einigermaßen fehlerfrei, ich hab ihn nur einmal durchgelesen ;)
Viel Spaß beim lesen.
Trolle, bekannt als unintelligente und stupide Gefolgsleute. Dennoch besitzen sie durch ihren festen Glauben ungebrochene Stärke und Mut.
Viele Geschichten entstehen mit der Zeit und ebenso viele werden wieder verschwinden. Doch brannte sich diese Geschichte besonders gut ein, bei den Gefolgsleuten seiner Anhängerschaft. Eine Geschichte bestehend aus Halbwahrheiten, sie ist Vergangenheit. Wieso sie sich also anhöhren? Nunja, man sollte aus Vergangenem lernen und sich für die Zukunft wappnen, denn die Zeichen führen weitmehr als gedacht.
Aber genug der langen Vorrede, die Geschichte die ich euch erzähle handelt von einem Troll. Jaja, Trolle sind wie gesagt dumm und einfältig, doch schaffen es immer wieder einige Exemplare dieser Rasse, sich aufzuschwingen und den anderen Geschöpfen zu zeigen, dass ein Troll weitaus mehr ist als das Monster von Nebenan.
Kapitel I: Gedankengut
Nicht nur das die Ältesten des Trollclans ihn wegen seiner Art schon seit langer Zeit missachteten. Nein! Nun hatten sie auch noch einen Grund gegen ihn vorzugehen. Doch was hatte er gemacht? Was hatte er verbrochen um sich dieser Prozedur unterziehen zu müssen? Weil er ihre Gesetze misachtete? Weil er ein Rätsel aufgab? War es das Unheimliche an ihm, das Unbekannte?
Er konnte die Fragen selbst nicht beantworten. Ja, wahrscheinlich noch viel weniger als es die Anderen tun könnten.
Doch hatten sie sich niemals Zeit genommen. Sie waren stur und festgefahren, ließen keine Differenzen zu und rügten jeden der gegen ihre Regeln verstieß.
Langsam fuhr er sich mit seinen langen und dünnen Finger an den Narben seines Halses entlang. Er hatte schon einiges zu erzählen der hagere Troll. Es fehlte meist nicht viel und er wäre dem Tod nicht entkommen. Doch spielte das Schicksal Schabernack mit ihm und ließ ihn jedesmal entkommen. Unter Schmerzen versteht sich. Ein Troll hat kein leichtes Leben, dass hatte er schon festgestellt. Doch wünschte er sich oft kein Troll zu sein. Die Einsamkeit innerhalb seines Clans ließ ihn verzweifeln. Doch war es gerade die Not in der er sich gerade befand, dass er sich zu äußerst ungewöhnlichen Mitteln entschied.
Er wusste der Trollclan würden ihn umbringen, oder in ihren Augen opfern lassen, wenn sie wüssten welche Gedanken er hegte. Verstößt man dagegen gegen ihre Regeln, so sperren sie ihn als Strafe aus dem Clan aus. Doch für ihn war es ein Geschenk. Ein Segen ihrer Naivität. Redeten sich die Obersten doch selbst ein, dass es die größte Strafe für einen Troll sein müsste. Doch so war es nicht. Nicht für ihn.
Seine Kleidung war verdreckt, wie seine Haut selbst. Risse im Stoff zeugten von bewegter Vergangenheit. Doch kamen nur selten Wörter über seine Lippen. Mit seinen scharfen Nägeln spürte er die tiefen Schnitte in seinen Waden. Er fragte sich ob es immer so weiter gehen würde. Die Hand ballte sich zur Faust als er sich die Frage in Gedanken stellte. Er hoffte auf eine Erlösung. Ob Tod oder Ausschluß, beides war ihm Recht. Die Qualen seines Seins hatten ihn zu lange begleitet. "Stumm und dümmer", so riefen die Anderen hinter ihn her, wenn sie ihn sahen. Bei dem Gedanken verzog sich das Gesicht zu einem hämischen Grinsen. Lange schon nicht mehr hatte er so klare Gedanken gefasst. Heute würde es so weit sein. Heute würden die Ältesten über sein Schicksal entscheiden. Ob die Mulde für seinen toten Körper schon ausgeschachtet war? Er wusste es nicht. Sein kaltes, aus Lehm gemauertes Gefängnis, hinderte ihn daran an den Neuigkeiten des Stammes teilhaben zu können. Doch störte ihn das nicht weiter, was interessierten ihn schon diese einfältigen Geschöpfe.
Baumstämme, lachte es im Inneren von ihm. Denn mehr als Gehölz trennte die Zelle nicht von dem Rest des niedrigen Gebäudes. Doch bewunderte er in Stillen schon, dass sich sein Stamm nicht in Höhlen zurückzog. Ein wenig Gedankengut musste man ihnen doch noch gutschreiben, dachte er sich, den Gesichtslosen des Stammes.
Wieder fuhr er mit seiner Rechten über die Narben. "Berge und Täler", sagten die anderen Trolle dazu. Waren es doch Schönheitsmerkmale eines Jeden. Für ihn nicht mehr als unerwünschte Erinnerungen an das Verganene. Hatte er sich doch oft seine Indivdualität hart erkämpfen müssen. Streitigkeiten mit den Ältesten waren oft nicht auszuschließen. Kann man es doch am ehesten mit Tieren vergleichen. Der Stamm sind die Hunde. Treudoof, leichtgläubig und äußerst manipulativ. Doch beschrieb er sich selbst meist mehr wie ein Wolf. Zurückhaltend und eigenständig. Aber die "Hunde" verstehen den Wolf nicht, denn sind die einen zu Obrigkeit erzogen und verpflichtet wurden, besteht der "Wolf" auf sein eigenes Leben und Handeln.
Mit ausdruckslosen Augen griff er nach seiner Holzschüssel. Mehr als Tran gab man ihn nicht zu essen. Bestehend aus Abfällen der Jagd. Eingeweide könnte man auch dazu sagen. Manchmal fand man wirklich ein Stück Leber in der rostbraunen Masse. Es war noch früh am Abend, doch zerrte das Denken an seinen müden Körper. Schlaf ließ er die Glieder hängen, die Holzschüssel stürzte auf den Boden zu und klatschte mitsamt des Breis auf den Boden. Ihm war es egal. Denn bald so wusste er schon damals, würde über sein Leben entschieden werden. Er drehte sich zur Seite und legte sich flach auf den mit Stroh ausgelegten Schlafplatz. Langsam wanderten die Augenlieder nach unten. Er müsste jetzt noch etwas schlafen, die Kräfte wird er in ein paar Stunden noch brauchen...


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